Ichiban Sushibar
Stockenstr. 14
53113 Bonn
Öffnungszeiten: Mo.-Sa. 12-22 Uhr
So. 15-21 Uhr
Tel.: 0228/4109789
E-Mail: -
Website:
ichiban-sushibar.de
53113 Bonn
Öffnungszeiten: Mo.-Sa. 12-22 Uhr
So. 15-21 Uhr
Tel.: 0228/4109789
E-Mail: -
Website:
ichiban-sushibar.de
"HiroChan und ich waren an einem Sonntag zum ersten Mal in der Ichiban Sushibar. Sie liegt direkt am Hauptgebäude der Uni Bonn.
Wir setzten uns an einen der kleinen Zweiertische und bekamen auch gleich eine Speisekarte gereicht. Ich musste sehr schmunzeln, als ich sie in den Händen hielt: Es war ein doppelseitig bedrucktes, laminiertes Blatt im DIN-A-3-Format. Mit anderen Worten: Riesig! Die Karte war fast so groß wie der gesamte Tisch. Mit zwei Personen musste man schon sehr aufpassen, dass man sich damit nicht in die Quere kam. Ich bestellte mir für 15,50 Euro die Sushiauswahl "Tokyo" und HiroChan das Chirashizushi für 17,50 Euro. Dazu noch zwei Grüntees für je 1,40 Euro.
Nach kurzer Zeit kam die Bedienung mit den Vorspeisen: Je eine Misosuppe und eine Portion Sake Nanban (frittierter, in süßem Essig eingelegter Lachs). Die Misosuppe war gut, das Sake Nanban ein Knaller. Das hat mir wirklich sehr, sehr gut geschmeckt. Schade nur, dass es als "Vorspeise" serviert wurde. (Ich bin ja der Auffassung, dass man ein gutes japanisches Restaurant schon allein daran erkennen kann, dass man Misosuppe und Co. nicht als Vorspeise, sondern - wie es sich für eine japanisches Gericht eigentlich gehört - als Teil der Hauptspeise bekommt.) Ich hätte es gerne zu meinem Sushi gegessen.
Nachdem wir damit fertig waren, bekamen wir unser eigentliches Essen. Meine Sushiplatte (siehe Bild) bestand aus acht Lachsröllchen sowie sieben Nigiri bestehend aus je einem Nigiri mit Tamago (Omelette), Lachs, Thunfisch, Garnele, Surimi, gesäuerte Makrele und Aal. Dazu etwas Gari und links unten am Tellerrand war lieblos noch ein Bröckchen Wasabipaste hingeschmiert. Na, dann! Auf zum Probieren!
Ich begann mit den Lachsmaki. Bereits das erste Röllchen fiel fast auseinander, als ich es in die Hand nahm, so lose war es gerollt. Das galt auch für die nächsten drei Röllchen. Die anderen vier waren besser, wenn auch die Randstücke nur halb so viel Reis enthielten wie die zwei Mittelstücke. Geschmacklich war es in Ordnung. Der Reis war gut gewürzt und der Fisch war auch annehmbar.
Um mich auf die nächste Fischsorte einzustellen, wollte ich eine Scheibe Ingwer essen. Leider musste ich dabei feststellen, dass der Ingwer auf meinem Teller von der allergünstigsten Sorte war. Der eine oder andere kennt ihn vielleicht, diesen billigen eingelegten Ingwer aus der Tüte, wo nur Ministückchen oder dicke Riesenscheiben drin sind. Dieses Häufchen Ingwer auf meinem Teller entpuppte sich tatsächlich als drei riesige Scheiben Ingwer plus vier Ministücken. Nicht schön!
Etwas entmutigt probierte ich das Garnelennigiri. Leider war auch das kein Hit. Die Garnele war zu lange gekocht worden und dem Geruch nach zu urteilen war das wohl auch schon ein bißchen her gewesen… Weiter zum Lachs und Thunfisch. Beides war kein wirklicher Lichtblick. Der Lachs hatte kaum Eigengeschmack und der Thunfisch war sehnig. Zudem waren die Stücke recht schmal und kurz. Auch hatte beides schon so eine leicht schmierige Oberfläche, als hätten sie schon den guten Teil eines Tages mehr oder minder gut gekühlt in irgendeiner Auslage gelegen. (Da wir etwa eine halbe Stunde nach Geschäftsöffnung dort eingekehrt waren, war das allerdings wahrscheinlich nicht der selbe Tag gewesen.)
Zum Suriminigiri muss ich, glaube ich, nichts weiter sagen. Eine halbe Stange aufgetautes Tiefkühlsurimi, welches es im nahegelegenen Asialaden für 1,99 Euro pro 20er-Packung gibt, ist einfach nur Füllmaterial und hat nicht wirklich was mit gutem Sushi zu tun.
Das Tamago dagegen war gut. Nicht herausragend aber ganz gut. Da es aber teilweise schon leicht gräulich angelaufen war, gehe ich mal davon aus, dass auch das schon eine Nacht im Kühlschrank verbracht hatte.
Die größte Enttäuschung war der Unagi (Aal). Normalerweise wird er gegrillt, dann mit der typischen, süßlichen Sauce bestrichen und nochmals gegrillt, so dass der Zucker in der Sauce leicht karamellisieren kann, was dem ganzen einen delikaten Geschmack und ein knuspriges Äußeres verleiht. Bei meinem Unagi war das allerdings anders. Der Aal war zwar grillt, allerdings etwas zuviel: Als ich das Stück in die Hand nahm, brach ein Stück verkohlte Haut ab. Und statt schön mitgegrillter, karamellisierter Sauce gab's oben auf das Nigiri einfach einen kleinen Klecks süßer Sauce. Der eine Rand sah zwar aus, als wäre er beim Grillen mal mit etwas bepinselt worden, dem Geschmack nach war es aber nur Sojasauce.
Meinen Lieblingsfisch, die gesäuerte Makrele, hatte ich mir bis zum Schluss aufgehoben. Auch dieser war zwar schon etwas trocken, aber neben dem Tamago eigentlich das beste, was ich auf dem Teller hatte.
Generell muß ich zu dem Reis der Nigiri auch sagen, dass er viel zu fest gepresst war. Das hatte fast schon Mochiqualität. So als ob jemand versucht hätte den Reis mit aller Kraft mit einer Hand zusammenzudrücken.
HiroChan hatte in seinem Chirashizushi den gleichen Fisch wie ich und war ebenfalls nur mäßig begeistert. Was ihn am meisten gestört hat, war, dass oben auf den Fischscheiben eine gute Menge Masago (Rogen des Fliegenden Fisches) und Noristreifen verstreut waren. So klebte an jede Fischscheibe immer etwas Masago und/ oder Nori. Außerdem fehlte der Gari.
Die Bedienung war freundlich und aufmerksam, allerdings nahm ihre sehr eigenwillige Aussprache japanischer Worte dem Ganzen irgendwie die Authentizität. Ich erwarte ja nicht, dass man als Bedienung in einem japanischen Restaurant fließend Japanisch sprechen können muss, aber das man Tamago nicht "ta-MAH-go" und Ōsaka nicht "o-SAH-ka" ausspricht, sollte man schon wissen, wenn man dort arbeitet.
Fazit: Der Sake Nanban (welches übrigens 3,50 Euro kostet, wenn man es separat bestellt) war wirklich toll, aber alles andere war enttäuschend und das Geld nicht wert. Ich werde dort wohl nicht mehr essen gehen. Schade."
von NekoChan
Du hast schon mal in der Ichiban Sushibar gegessen? Dann schreibe doch einen kleinen Kommentar dazu. :-)
| 2010-03-03 Sho |
| Die location befindet sich im Zentrum, das heißt das man gut mit den öffentlichen Verkehrsmittel hinkommt vom Auto is jedoch abzuraten. (Parkplatzmangel) Die Menü-Auswahl is recht vielfältig und sowohl optisch als auch vom Geschmack her SEHR FIT !!!^^ Der Laden scheint zwar auf den ersten Blick etwas klein, trägt dafür mehr zur Gemütlichkeit bei. |













